3 days to go - Why? / Warum?

Es ist eine bewusste Entscheidung mehrere Monate zu reisen! (English Text below)


Da es nun einige neue "Leser" gibt und ich die Tage ein Gespräch dazu hatte möchte ich Euch den Hintergrund zu meiner Reise erzählen. "Das sind neumodische Ferz von Euch jungen Leuten - wir konnten uns sowas damals nicht erlauben." Ferz sind übrigens "Sonderheiten", für all die, die es nicht verstanden haben ;-)


Ja, ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance von meinem Arbeitgeber erhalten habe drei Monate unbezahlt Urlaub zu nehmen und zu reisen. Während meine Herzmenschen und auch die Heidelberg Digital Unit mich von Beginn an unterstützt haben, hat manch ein Verwandter und Bekannter eher mit Unverständnis reagiert. Man könne nicht nur "in der Weltgeschichte rumgalern". Auch wenn ich verstehe, dass ein Sabbatical nicht zu jedem Lebensmodell passt, nicht jeder die Erfahrung als sinnvoll für sich betrachtet oder schlichtweg früher die Möglichkeiten nicht gegeben waren, möchte ich mein "Warum" mit Euch teilen.


Reisen bedeutet für mich nicht nur eine Strecke von A nach B zurück zu legen. Reisen bedeutet für mich neue Orte zu entdecken, neue Kulturen kennen zu lernen, Menschen zu Treffen, Erfahrungen auszutauschen, an Grenzen zu gehen, Zustände zu hinterfragen, sich neu zu organisieren oder einfach nur den Moment zu wertschätzen und achtsamer mit sich und der Umwelt umzugehen.


Jede Reise hat mir so viele Erfahrungen geschenkt, die mir keine Schule hätte lehren können und mich enorm wachsen lassen! Mich persönlich aber auch im beruflichen Umfeld. Und so sind Sabbaticals aus meiner Sicht keine Ferz sondern die Chance zum Wachstum, wenn man sie nutzt.


Ich habe mich bewusst entschieden alleine zu reisen. Eine Entscheidung, die oft hinterfragt wurde, mit Bewunderung und Respekt. Und letzteres habe ich nach wie vor.


Und eigentlich hätte mein Flug am 9. Oktober das Ziel Jakarta gehabt. Eigentlich hätte ich meinen Kollegen Nick und das Team besucht und wäre anschließend nach Bali, Neuseeland und Australien gereist. Und darauf hatte ich mich so unfassbar gefreut. Doch das Schicksal wollte es anders. Corona hat nicht nur meine Reiseagentur über die ich meine Flüge gebucht hatte in die Insolvenz getrieben, außerhalb von Europa zu verreisen ist zudem bekannterweise schlichtweg nicht möglich.


Da ich schon zwei Mal in der Vergangenheit gehofft hatte ein Sabbatical anzutreten und es beide Male leider jobbedingt und durch familiäre Gründe nicht umsetzbar war, wollte ich diese Chance kein drittes Mal verstreichen lassen. Wenn ich etwas die letzten Jahre gelernt habe, dann lösungsorientiertes arbeiten. Also her mit der Lösung - es brauchte einen Plan A, B, C, D etc. Und so atemberaubend Australien, Indonesien und Neuseeland sein müssen, so schön ist auch Europa und so groß der Wunsch nach meiner Reise! Vorfreude seit 10 Jahren - wenn auch nicht die letzten Monate, aufgrund der großen Ungewissheit.


Die Idee der "Visit friends of friend Europe Tour" entstand. Mehr dazu findet ihr in den vorherigen Blogposts. Das Resultat sind einige Stopps bei meinen Freunden und Bekannten oder Freunden von Freunden - und das hat mich schon unfassbar berührt. Wie viele Menschen ihre Hilfe angeboten haben und mich mit ihren Freunden vernetzt haben, um meinen Traum zu verwirklichen. Ich hoffe einige davon besuchen zu können, werde dies aber von den Risikogebieten abhängig machen. Ich möchte nicht außer Acht lassen in welcher angespannten Situation wir uns gerade befinden - mir ist die Lage durchaus bewusst. Deshalb reise ich auch mit meinem Auto, wahre wie auch zuhause den Sicherheitsabstand und übernachte vorrangig in Airbnbs.


Und trotzdem halte ich daran fest und möchte es wagen, es wird anders als geplant. Aber es wird trotz oder gerade wegen dieser Situation besonders - es wird sicher fordernd, aber ich freue mich auf viele neue Erfahrungen. Und ich freue mich Euch auf dieser Reise mitzunehmen. Und ganz dem Motto:


Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe.


freue ich mich auf den final Countdown! 3 more days to go!



It is a conscious decision to travel for several months!


Since there are now some new "readers" and I had a conversation about this topic during the days I would like to tell you the background of my journey. "These are new "Ferz" from todays young people - we couldn't afford such things back in the time. "Ferz" are by the way "specials", for all those who didn't understand it ;-)


Yes, I am very grateful that I got this chance from my employer to take three months of unpaid vacation and travel. While my friends and family and also the Heidelberg Digital Unit have supported me from the beginning, some relatives and acquaintances have reacted rather incomprehensibly. You can't just "wander in the world". Even though I understand that a sabbatical doesn't suit every life model, that not everyone considers the experience to be meaningful in its own life, or that the possibilities were simply not available in the past, I would like to share my "why" with you.


For me, travelling does not only mean to cover a distance from A to B. For me, traveling means discovering new places, getting to know new cultures, meeting people, exchanging experiences, going to the limits, reconsider opinions, reorganizing, or simply appreciating the moment and being more attentive to yourself and your environment.


Every trip has given me so many experiences that no school could have taught me and that have allowed me to grow enormously! Personally but also in my professional environment. And so sabbaticals from my point of view are not a holiday but the chance to grow if you use it.


I have consciously decided to travel alone. A decision that suprised many people, they were impressed and had respect. And I still have respect, too.


And actually my flight on October 9th would have had Jakarta as destination. Actually, I would have visited my colleague Nick and the team and then travelled to Bali, New Zealand and Australia. And I was so incredibly looking forward to that. But fate had it different. Not only did Corona drive my travel agency through which I had booked my flights into insolvency, but traveling outside of Europe is simply not possible as you might know.


Since I had tried already two times in the past to do a Sabbatical and unfortunately due to job-conditioned and by family reasons it didn`t work out, I didn`t wanted to let this chance pass another time. If there is one thing I have learned in the last few years, it is solution-oriented work. So I had to think about a solution - it needed a plan A, B, C, D etc. And as breathtaking as Australia, Indonesia and New Zealand have to be, as beautiful is Europe and as big is the desire to do my trip! Anticipation for 10 years - although not the last months, due to the big uncertainty.


The idea of the "Visit friends of friend Europe Tour" was born. You can read more about it in the previous blog posts. The result are some stops with my friends and acquaintances or friends of friends - and that touched me incredibly. How many people offered their help and connected me with their friends to make my dream come true - wow, I am so grateful. I hope to be able to visit many of them, but I will make this dependent on the risk areas. I do not want to ignore the tense situation we are in right now - I am well aware of the situation. That is why I am travelling with my car, be aware of the safety distance, and I am staying overnight primarily in Airbnbs.


And yet I stick to it and want to dare to do it, it will be different than planned. But despite or because of this situation it will be special - it will certainly be challenging, but I am looking forward to many new experiences. And I am looking forward to taking you with me on this journey. And according to the motto:


If you want something, finds ways- not reasons!



I am looking forward to the final countdown! 3 more days to go!








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