Day 18 - 24 /Wenn jeder Tag noch schöner wird als der zuvor

Aktualisiert: 1. Nov 2020

Hallo Zusammen,


„Wenn jeder Tag noch schöner wird, als der zuvor“ – so kann man meine letzten Tage in Italien definitiv beschreiben. Danke Italien, für diese wundervolle Zeit. English Text here.


Zunächst einmal wieder meine Learnings der letzten Tage:


- Traue lieber Google Maps als Bertha - außer du willst im Nirgendwo landen, dann traue Bertha!

- Ich reise lieber alleine als mit "Was hätte sein können"-Reisenden.

- Meine innerliche10 - 20 % Toleranzregel bei Geschwindigkeitsbegrenzungen funktioniert in Italien nicht. Entweder ich erhöhe auf min.100 % oder ich werde vom LKW überrollt. Okay, dann eben doch 100 in der 30er Zone, der eventuelle Strafzettel ist mir mein Leben wert.

- Ich liebe ein Hauch von Woodstock in der Toskana.

- Ich ziehen Sodbrennen dem Gefühl einer Schildkröte zu sein vor.

- Die natürlichen Thermalquellen waren für mich ein absolutes Highlight – für meinen Schmuck eher weniger, der nach dem Bad im Schwefelwasser zu meinem nostalgischen Erinnerungsstück wurde.

Im letzten Blog hatte ich Euch ja bereits von Florenz und Lucca berichtet. Heute folgen einige weitere Highlights der Toskana. So ging es für mich unter anderem nach Pisa. 09.18 Uhr steht übrigens als Ankunftszeit auf meinem Parkticket– nur für eventuell aufkommende Fragen beim Anblick der menschenleeren Fotos von den Wahrzeichen Pisas. Pisa ist für mich viel mehr als der Dom und der schiefe Turm, es lohnt sich auch durch die Altstadt zu flanieren und zum Beispiel den Piazza Dei Cavalieri zu besuchen. Hier fand am Tag meines Besuches in der Seitenstraße ein kleiner Künstlerflohmarkt statt, auch diesen durfte ich quasi alleine besuchen. Folgt man den Straßen der Innenstadt landet man zwangsläufig am Fluss Arno und sieht die farbenfrohe Facette der Stadt. Hier ragt auch die gotische Kirche Santa Maria della Spina ins Bild – es sieht wirklich beeindruckend aus.


Nach meinem Stopp in Pisa ging es für mich das erste Mal bei diesem Trip ans Meer. Ich liebe die Berge, aber genauso liebe ich die raue See! Lara hatte mir einen tollen Tipp gegeben – der Strand Vada bei Rosignana Marittimo. Der breite Sandstrand ist vor allem bei Einheimischen bekannt – und nachdem ich ja mittlerweile auch rund 20160 Minuten in Italien verbracht habe, kann ich mich ja schon fast dazu zählen. Was diesen Strand so besonders macht? Jetzt heißt es stark sein an alle im verregneten Deutschland: Es ist die Karibik Italiens, so hell ist der Sand und so klar das türkisene Wasser. Die Ursache dessen ist leider kein Umweltschutzprogramm (sorry dass ich diese Romantik zerstöre - aber so ähnlich - oder eher nicht), sondern eine ehemalige Sodafabrik die über 20 Jahre ihre Abwässer (unter anderem auch Quecksilber) ins Meer geleitet hat. Das Quecksilber hat den Sand von Vada gebleicht und sorgt so für karibisches Flair in der Toskana. Da man aber nicht sagen kann, wie gefährlich die Giftstoffe noch sind habe ich auf den Sprung ins kühle Nass verzichtet und die schöne Aussicht zwischen den Dünen genossen. Was gibt es Schöneres als das Rauschen der Wellen, Sand unter den Füßen und die reflektierende Sonne auf der See. Balsam für die Seele.


Vom Strand aus machte ich mich dann auf den Weg nach Volterra. Und es fühlte sich für mich ganz nach „Der Weg ist das Ziel“ an. Die Anreise über die zahlreichen Hügel der Toskana, die so schien es, allesamt mit verschiedenen Teppichen von Grün-, Braun-, und Gelbtönen sanft überzogen wurden, war atemberaubend. Die Kombination mit dem strahlend blauen Himmel und der Sonne, die die Farben der Landschaft umso kräftiger scheinen ließ, machte mir wieder einmal deutlich, dass die Natur der größte Künstler ist. Und diesen wunderbaren Ausblick könnt ihr auch von Volterra genießen. Der Ort ist für seine tolle Aussicht, seine Kunst, Geschichte und Kunsthandwerk bekannt.


Was bei meinen Besuchen in der Toskana natürlich nicht fehlen durfte: San Gimignano – die Lieblingsstadt vieler von Euch! Diesen Tipp habe ich gleich mehrfach erhalten und so war ich sehr gespannt was mich erwarten würde.

San Gimignano ist eine italienische Hügelstadt in der Toskana und von Mauern aus dem 13. Jahrhundert umgeben. Im Zentrum der Altstadt befindet sich die Piazza della Cisterna, ein dreieckiger Platz, der von mittelalterlichen Häusern gesäumt ist. Die Skyline der Stadt wird durch mittelalterliche Türme geprägt, darunter der Steinturm Torre Grossa – und wie ich durch Walter im letzten Beitrag gelernt habe, spricht man auch hier vom Manhattan der Toskana! Leider zu spät gelesen habe ich auch seinen Tipp mit der Eisdiele. Denn die “Gelateria di Piazza” (Piazza della Cisterna 4) in San Gimignano, war zwei Mal schon Weltmeister der Eismacher. Schande über mein Haupt und das bei meiner Eis-Challenge! Aber ich habe in Volterra sehr gutes Feigen und Salzkaramelleis gespeist!


Besonders bleibt mir hier der schöne Sonnenuntergang in Erinnerung, der von drei phantastischen Straßenmusikern mit Kontrabass, Gitarre und Trompete begleitet wurde. Während die meisten Passanten an den Musikern vorbei zogen, schloss ich mich denen an, die sich ein schönes Plätzchen suchten und dem Trio lauschten. Dass ich Livemusik liebe ist bei meinem beruflichen Hintergrund kein Geheimnis, aber im Alltag schenkt man diesen Momenten viel zu wenig Beachtung. Und so merkte ich wieder einmal wie schön die kleinen Dinge des Lebens sind – und San Gimignano wird auch weiter in meinen Erinnerungen klingen – auch ganz ohne weltmeisterliches Eis 😊


Einen kleinen aber ordentlich sch(m)erzhaften Schreck bescherte mir mein Bagpack am Abend, oder vielmehr der Inhalt dessen. Entweder nimmt das Gewicht zu, dass ich mittlerweile gefühlt auf 150 kg schätze ohne dabei mehr Gepäck als zu Beginn meiner Reise zu haben oder meine Kraft nimmt ab. Wohl eher letzteres - wie ich beim Absetzen im Hotel merkte. Jedenfalls beschloss das Schicksal mir auf dieser Reise zu verdeutlichen, wie dankbar man über ein schmerzfreies Leben sein kann. Dazu durfte ich mich einen Abend bewegungsunfähig fühlen – um es bildlich zu verdeutlichen, ich fühlte mich wie eine Schildkröte die auf ihrem Panzer gelandet ist und nun hilflos „in der Luft hing“.



Ja ein eingeklemmter Nerv kann wirklich nervtötend sein. Gut, wenn man tolle Freunde wie Lisa aus Berlin hat, die Pharmazie Expertin ist. Eigentlich vermeide ich Schmerzmittel so gut es geht, aber in diesem Fall hatte ich keine andere Wahl. „Ich hoffe du hast davor etwas gegessen“ sagte Lisa. „Zählt ein Eis?“, konterte ich. „Das gibt Sodbrennen“, mahnte Lisa. „Egal, ich nehme alles, hauptsache ich kann meine Arme wieder heben und meinen Kopf wieder drehen“, hoffte ich. Und siehe da: am nächsten Morgen wachte ich nach einer schmerzhaften Nacht wie neugeboren um 05.30 Uhr auf, war dank einer ordentlichen Dosis Ibu nur noch minimal eingeschränkt und durfte mich lediglich noch zwei Tage am Sodbrennen erfreuen – aber was ist das schon, gegen die Schmerzen zuvor.


Die neu gewonnene Freiheit nutze ich um 05.30 Uhr direkt um den Sonnenaufgang in der Toskana zu feiern - wenn man schon freiwillig so früh wach wird, sollte man die Zeit doch nutzen. Und hier lasse ich die Bilder für sich sprechen! Die Fotos sind im Tal Val D'Orcia entstanden, die bezaubernde Landschaft, die sich zwischen den Hügeln der Toskana erstreckt, wurde 2004 übrigens zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Sanfte Hügel, bedeckt von einer reichen Vegetation wie Weinreben, Olivenhainen, Zypressen, Buchen und Kastanienbäumen. Aber seht selbst.


Beim Fotografieren dieser Fotos dachte ich übrigens ich wäre gewachsen - innerlich bestimmt, äußerlich stellte sich der Wachstum als 20 cm Matsch-Plateauabsatz meiner Schuhe dar. Ein Hauch von Woodstock in der Toskana - was will man mehr.


Mein persönlicher Favorit an Orten in der Toskana ist übrigens Siena. Ich hatte keine großen Erwartungen und es ist wie so oft – meist wird man dann besonders überrascht. Siena ist wie so viele Orte ebenfalls auf einem Hügel der Toskana zu finden. Es schien so als würden mein Herz-Kreislaufsystem und meine Waden heute wieder ordentlich gefordert werden. So folgte ich der Beschilderung Richtung Zentrum und musste sehr schmunzeln als auf einmal sieben Rolltreppen auf mich warteten. In diesem Zuge sendete ich liebe Grüße an Schindler und unsere ehemalige Chefin Sonja. Ich nutzte die Rolltreppen ohne schlechtes Gewissen, denn die Anzahl an Schritten, die ich hier zurück lege bringt meine Fitnessapp völlig aus dem Gleichgewicht. Gut, dass ich bzw. die Schindler Rolltreppen das arme Ding nun um einige hundert Schritte zählen entlasten konnte.


In Siena war für mich das italienische Leben besonders zu spüren. Die Schulkinder, die durch die Gassen rannten, die Cafes die sich um die Mittagszeit mit Italienern füllten, die ihre Lunchpause dort verbrachten, der Wochenmarkt und ein paar Reisende. Ja, eine seltene Spezies sind wir geworden und so ist es immer wieder schön Gleichgesinnte zu treffen. In Siena unterhielt ich mich mit Noah. Noah kommt aus Paris und ist seit April in Europa am Reisen. Die erste Frage, die man sich als Reisende in aktuellen Zeiten stellt „und wo wärst du eigentlich gerade hingereist?“ Ich muss immer lachen, wenn die Frage aufkommt, aber irgendwie ist es auch traurig. Denn bisher habe ich tatsächlich nur Menschen getroffen die sich nicht bewusst für Europe entschieden haben. Und wie ihr seht ist Europa wunderschön. Ich hatte auch meine Bedenken bei der Jahreszeit. „Europa macht man doch im Sommer“, sagten viele. Sicher hat es einige Vorteile im Sommer bezüglich des Wetters (wobei ich mich über die zwei Regentage bisher absolut nicht beklagen kann, über ein paar Temperaturgrad in der Nacht mehr bei den oft recht einfach gedämmten Häusern wäre ich aber nicht böse) allerdings finde ich die farbenfrohe Landschaft so zauberhaft und komme immer wieder zu dem Schluss, dass alles so prima ist. Aber zurück zu Noah, der eigentlich in Asien gereist wäre und und nun zu Fuß Italien durchquert: „Es ist ziemlich einsam, man trifft wenige Menschen“, sagt auch er. „Wie lange reist du“, fragte ich ihn. „Keine Ahnung, mal schauen, so lange wie ich Lust habe, aber die Lust vergeht mir gerade“, antwortete Noah. Er ist seit Dezember unterwegs und startete noch recht unbeschwert in Asien bis er abbrechen musste. Ebenso wie Sina und Mike, die ich kennenlernte, die aus Bolivien zurückmussten. Oder Arne der Finne, der genau wie ich in Australien sein wollte. Keiner der Vier wirkt wirklich glücklich mit der Reise aktuell. Alle sprechen mehr davon, was sie hätten haben können. Das irritiert mich. Natürlich denke ich auch immer mal wieder an Australien. Aber wenn wir zu sehr mit den Gedanken im „Was hätte sein können“ festhängen, verpassen wir doch das Abenteuer, das wir gerade erleben. Sicher gelingt es mir auch nicht immer, aber in diesem Moment bin ich dankbar, dass ich die jetzige Reise trotzdem wertschätzen kann. Und Australien läuft mir nicht weg!


Apropos weglaufen, in Siena überraschte mich ein kleines Wesen an der Leine besonders. Kein Hund, aber seht selbst auf den Fotos😊


Und ein weiteres tierisches Erlebnis an dem Tag werde ich nicht vergessen. Am Abend bin ich noch etwas über die Felder hinter dem Hotel spaziert und sah zwischen den Zypressen einen kleinen Kater – just in diesem Moment rannte ein freilaufender Hund voller Vorfreude auf sein lebendiges Spielzeug zu. „Okay shit gleich werde ich Zeuge eines tierischen Gemetzels", dachte ich und schaute wütend Richtung Besitzer des Hundes, der den Anlauf des Hundes relaxed beobachte. Und mein Blick schweifte genauso wütend zum Kater, ich verstand nicht wieso das dumme Ding nicht die Flucht ergriff. Nur noch wenige Meter, dann hat er ihn...3...2....1.... huch - und da schleckten sich die beiden ab und schmusten. Wie? Meinen verdutzten Blick nahm der Besitzer des Hundes wahr und erklärte mir in Italienisch (was ich natürlich nicht verstand) und mit Händen und Füßen, dass die beiden Tiere zu ihm gehören und sie immer zusammen spazieren gehen würden. Eine echte Hunde - Katzenfreundschaft. Und so beobachtete ich wie Hund und Katze nebeneinander weiter Richtung Sonnenuntergang liefen. Ziemlich kitschig aber verdammt wahr. Ich hatte keine Kamera in dem Moment dabei, aber bin mir sicher ihr könnt Euch das bildlich genauso vorstellen und für Erinnerungen braucht es auch nicht immer ein Foto. Manchmal sind die Dinge also doch anders als sie auf den ersten Blick erscheinen.


Unvergesslich waren übrigens auch die heißen Naturquellen bei Bagni San Filippo. Mitten im Wald sah man schon das Wasser dampfen - die türkisenen Quellbecken umgeben vom roten und gelben Laub in Kombination mit dem blauen Himmel - wieder mal ein absoluter Traum. Und für die Warmduscher wie mich absolut perfekt mit 38 ° Wassertemperatur.

Die natürlichen Thermalquellen waren für mich ein großes Highlight – für meinen Schmuck eher weniger, der nach dem Bad im Schwefelwasser zu meinem nostalgischen Erinnerungsstück wurde.


Auch die Terme die Saturnia habe ich zwei Mal besucht (dann ohne Schmuck, ich bin ja lernfähig), auch eine tolle Naturquelle, diese ist insbesondere am Morgen mit aufziehendem Nebel beim Sonnenaufgang (siehe Fotos) einen Besuch absolut wert! Mir hat dennoch die Quelle im Wald ein bisschen besser gefallen.


Beide Quellen sind übrigens kostenlos. Und man sollte beachten nicht länger als 15 Minuten im Wasser zu bleiben, nicht dass man auf einmal 20 Jahre jünger aussieht!


Ziemlich alt ließ mich übrigens auch diese Woche wieder Bertha aussehen (wer sich fragt, wer Bertha ist, darf meinen letzten Blogpost lesen). Alles hat ja bekanntlich einen Grund, ich versuche es wirklich immer positiv zu sehen – aber für diese Irrfahrt kann ich beim besten Willen keinen finden: Vertraue lieber „google Maps“ als Bertha habe ich gelernt. Während ich am Vormittag mein Airbnb (übrigens ein so wunderschönes altes typisch toskanisches Bauernhaus) nahe Saturnia gut gefunden hatte, sollte das am Abend meine größte Herausforderung werden. Da ich bekanntlich ungern die gleichen Wege nutze und immer etwas Neues sehen will, bin ich auf die Mithilfe von Bertha angewiesen, ohne mein Navi schlichtweg aufgeschmissen. So gab ich die Adresse des Airbnb ein und es hieß ich würde das Ziel in gut 20 Minuten erreichen. "Kommt hin", dachte ich mir und es wartete eine Fahrt über Straßen, deren Zustand deutlich schlechter waren als die in Vietnam (und das heißt was, wie Lorena bestätigen kann). Ziemlich beruhigend dass rechts und links der riesen Schlaglöcher ein Abhang von mehreren hundert Metern wartete - wer auf freien Fall steht, ist hier bestens bedient. Aber gut, etwas Adrenalin gehört ja zum Reisen dazu. Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr darauf wartet endlich etwas bekanntes in der Umgebung wahrzunehmen um wieder das Gefühl zu haben, das Steuer selbst in der Hand zu haben? Bertha wollte das Steuer nicht abgeben. Bis 30 Sekunden vor Ankunft wartete ich auf diesen "Aha"-Effekt - vergeblich. "Sie haben ihr Ziel erreicht" sagte die Gute und ich schaute verdutzt vom Hügel und wusste zwar nicht wo ich bin, aber dass ich hier definitiv nicht am Vormittag eingecheckt hatte. "Bertha das scheint auch ein nettes Airbnb zu sein, aber das ist nicht meines", sprach ich ihr zu während ich noch fest davon überzeugt war, dass ich die falsche Adresse eingegeben hatte. Aber nein. Adresse korrekt. Mit wachsenden Fragezeichen nahm auch die Schar an Hühnern um mein Auto zu - wo war ich hier bitte gelandet? (Anita und Vanessa, das erinnerte mich an die Situation in Dublin in der unser Auto von Hunden umkreist wurde :)) Die Sonne ging langsam unter und tauchte die Hügel wieder in ein orangefarbenes Lichtermeer. Für diese Romantik hatte ich allerdings gerade wenig übrig, denn die Vorstellung diesen Weg wieder im dunkeln zurück zu fahren flößte mir etwas Respekt ein. Ich kam mir wirklich mehr als dämlich vor und habe ernsthaft an meinem Verstand gezweifelt. Bis ich in der Airbnb Beschreibung (zum Glück ließ mich das Internet nicht hängen) einen nützlichen Tipp las: "Bitte nur mit Google maps anreisen, andere Navigationsgeräte führen zu einer Adresse im Nirgendwo." Korrekt, absolut korrekt, dieses Nirgendwo kenne ich nun auch! Also schaltete ich Google Maps ein und weitere rund 30 Minuten später kurz vor kompletter Dunkelheit erreichte ich mein Airbnb - und noch nie war ich so froh bei dieser Reise, endlich angekommen zu sein, wie an diesem Abend. Danke Bertha, für Nichts.


Die Corona Situation in Italien spitzt sich weiter zu, wie überall auf der Welt. Die Lokale schließen alle um 18 Uhr, so esse ich meistens mittags und nehme mir für abends eine Kleinigkeit mit oder buche ausschließlich Airbnbs mit Küche. Man passt sich eben an und trotzdem genieße ich jeden Tag sehr. Doch die Unruhen in Neapel und im Süden Italiens aufgrund der Corona Maßnahmen haben mich zu dem Schluss gebracht die bisherigen wunderbaren Erinnerungen an Italien mitzunehmen und nicht weiter Richtung Süden zu reisen. Auch ein Arzt aus Mailand, den ich bei den Quellen kennen lernte (über das Fotografieren wird man immer mal wieder in Gespräche verwickelt) empfohl mir eher Richtung Norden zu reisen, da hier das Gesundheitssystem besser aufgestellt wäre. Das Schicksal klopfte wieder an der Tür und just in diesem Moment gab die Schweiz bekannt, dass ich aus Italien wieder einreisen darf.

Perfekt, der Ruf der Schweiz wurde lauter und wurde von mir gehört: und so schreibe ich Euch heute: Grüezi aus der Schweiz!


Doch bevor es in die Schweiz ging machte ich noch einen Stopp in Cinque Terre - Cinque Terre ist die Bezeichnung für 5 Nachbargemeinden an der schroffen italienischen Riviera. Die jahrhundertealten Küstendörfer sind bekannt für ihre bunten Häuser und die terrassenförmig an den Steilhängen angelegten Weinberge. In den Häfen liegen Fischerboote vor Anker und die Dörfer lassen sich wunderbar per Zug besuchen. Falls ihr Euch fragt wie voll es hier war (wobei ihr es Euch sicher denken könnt) hier eine Aufnahme aus dem Zug:




Und auch hier möchte ich nun einfach die Fotos sprechen lassen. Ich hoffe ich kann Euch einen Moment Urlaub schenken und etwas Sonne nach Deutschland senden. Ich genieße weiter jeden Tag und bin seit vorgestern bereits in der Schweiz - ich liebe es (meine Kreditkarte leidet allerdings), ihr könnt auf den nächsten Beitrag gespannt sein!


Ihr hattet mir ein paar Fragen geschickt, die ich versprach im Blogpost zu beantworten. Das mache ich nächste Woche - falls es noch weitere gibt, immer her damit!


Und nun noch eine Frage an Euch - ein kleines Schätzspiel. Wer am nächsten dran liegt darf sich über eine Überraschung freuen: Was glaubt ihr wie viele KM habe ich bereits mit dem Auto zurück gelegt? Eure Vorschläge gerne als Kommentar oder Nachricht an mich!


Vielen Dank für Eure Unterstützung und dass ihr alle mit mir fiebert und hofft, dass mein Abenteuer noch einige Woche andauern kann!


Ich passe weiter auf mich auf und ihr bitte auch auf Euch, fühlt Euch aus der Ferne umarmt und ich freue mich von Euch zu lesen,


Liebe Grüße


Laura (+ Bertha)


PS. Übrigens ist die Galerie eine Vorschauoption, wundert Euch also nicht über die Ausschnitte der Fotos, wenn ihr das Bild anklickt, sehr ihr es komplett :) Danke für den Hinweis Nico!



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